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Das Soziale Zentrum ist ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in Dortmund. Ein Plus an Lebensqualität für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren war und ist die Zielsetzung der Beschäftigten des Sozialen Zentrums Dortmund e.V.

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Im Gedenken Der Toten

Im Gedenken der Toten

Schätzungsweise sind in den vergangenen 25 Jahren mehr als 34.000 Menschen am Drogenkonsum gestorben. Viel mehr noch versterben an Langzeiterkrankungen. Sie werden in der Statistik oft gar nicht erfasst. Anlass seit nunmehr 25 Jahren, am 21. Juli eines Jahres dieser Toten zu gedenken. In Dortmund trafen sich dazu etwa 100 Menschen am Stadtgarten. Freunde und Angehörige schrieben Namen auf Kieselsteine. Sie ließen am Ende der kurzen Veranstaltung weiße Luftballons in den Himmel steigen. DROBS-Mitarbeiter Celal Arslan in seiner Ansprache zur Vorstellung der Zahl von 34.000 Menschen: „Stellt euch Stadtteile wie Huckarde oder Eving menschenleer vor“.

„Die Gesellschaft agiert und reagiert in Bezug auf Drogen und Suchtmittel zwiespältig. Niemand kann und wird in Abrede stellen, dass Drogen in gesellschaftlichen Zusammenhängen einen großen Raum einnehmen“, so Arslan. „Das Tabu, insbesondere über illegale Drogen zu reden, hat sich weitestgehend erhalten.“ Und: „Es braucht Rückhalt und Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft für Menschen, die aufgrund ihrer Sucht Unterstützung brauchen“.

Die Lage in Dortmund ist gut

Besonders die letzten Jahre der Pandemie habe besonders diese Menschen mehr als andere betroffen. Viele Türen seien verschlossen gewesen, der Kontakt nur noch über Telefon oder Online-Angebote möglich. Ausgerechnet für die Menschen, die durch die neuen Maschen des sozialen Netzes gefallen seien, sei dies ein Sturz in Nichts gewesen.

„Die Lage in Dortmund ist gut“, so Arslan weiter. Die Akteure der Drogen- und Suchthilfe seien gut vernetzt. Die niedrigschwelligen Angebote auch jenseits der Drogenhilfe-Einrichtungen bieten Unterstützung. In Dortmund gibt es eine Methadon-Ambulanz, die Kooperation mit dem Team für besondere Lebenslagen beim Jobcenter der Agentur für Arbeit ist für viele Drogenkonsumenten besonders wichtig und zielführend. Es gibt einen Drogenkonsumraum. Und demnächst eröffnet die Übernachtungsstelle der DROBS.

„Die Situation in Dortmund kann noch besser laufen“, führt Celal Arslan weiter aus. Etwa ein reibungsloser Zugang zu Sozialleistungen, und ein besseres Wohnangebot. Vermieterinnen und Wohnungsbaugesellschaften sollten sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein. Helfen könne, diese für Vermietung an Drogenkonsumenten und Obdachlose zu verpflichten.

Die Zahl der Toten ist gestiegen

Die ehemalige Drogenkonsumentin Suse ergänzt: „Die Zahl verstorbener Konsumenten illegaler Substanzen ist weiter gestiegen. Und man muss darüber nicht verwundert sein, denn wir zählen zu den benannten Gründen nun auch noch ein seit 20 Jahren kaputtgespartes und nur gewinnorientiertes Gesundheitssystem“. Vieles habe sich in den letzten Jahren verbessert. „Allerdings stehen das anonyme Drug-Checking und die Entkriminalisierung substanznaher Delikte noch aus. Man werde weitere mit den Kooperationspartnern daran arbeiten.

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