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Das Soziale Zentrum ist ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in Dortmund. Ein Plus an Lebensqualität für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren war und ist die Zielsetzung der Beschäftigten des Sozialen Zentrums Dortmund e.V.

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44145 Dortmund

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Therapiehund Cara: Co-Therapeut Und Tröster

Therapiehund Cara: Co-Therapeut und Tröster

Die Begrüßung kann manchmal laut sein. Wenn Cara sich besonders freut, begrüßt sie Menschen mit wedelnder Rute und einem für ihre Größe verblüffend lauten und kräftigen Gebell. Und dann ist es schon wieder gut. Der quirlige Welsh Corgi Pembroke kümmert sich dann wieder um sich selbst. Oder blickt zu Annika Rödder hoch. Ihre Augen scheinen fragend zu wirken: Spielen wir? Oder arbeiten wir? Die dreijährige Hündin ist ein ausgebildeter Therapiehund, genauer Therapiebegleithund.

Annika Rödder arbeitet als Sozialpädagogin und Familientherapeutin in der Beratungsstelle Westhoffstraße des Sozialen Zentrums. Genauer: In der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen. „Mit Cara ist es sehr oft viel einfacher, auf Kinder und Jugendliche zuzugehen“, sagt sie. Kinder streicheln den Hund gern, spielen mit ihr, lassen sich auch trösten. „Sie weiß oft schneller, wie es den Menschen geht“, hat Rödder schon erfahren. Die empathische Cara nimmt Kontakt auf und tröstet. „Sie ist ein sehr wichtiger Wohlfühlfaktor“, ergänzt sie und stupst Cara kurz über die Stirn.

Lange Ausbildung zum Therapiehund

Der Weg dorthin war für beide lang. Ein Jahr haben Annika Rödder und Cara die Ausbildung zum Therapiehunde-Team in Welver bei Soest absolviert. Der Deutsche Berufsverband für Therapie- und Behindertenbegleithunde e.V. bietet eine qualifizierte Ausbildung. Gefunden hatten Annika Rödder und ihr Partner ihre Hündin nach langem Suchen bei einem Züchter in Bottrop. Dann war es endlich so weit. Cara war da. „Wir merken mittlerweile, dass sie ein Stadthund ist“, berichtet sie. „Die Geräusche der Stadt machen ihr nichts aus, aber vor einer Kuh und einem Trecker hat sie ordentlichen Respekt“.

Cara ist ein ausgebildeter Therapiehund.Die Ausbildung, die die beiden dann in Welver beginnen, ist umfangreich. Auch hier sind viele verschiedene Situationen wichtiger Bestandteil: Ob Zoo, Bahn, Bus, Boot, Rollator, Krücken, laute Geräusche, herabfallende Dinge, viele Menschen, ungestümes Heranstürmen, sogar ein Zwicken und Kneifen. Das alles kennt Cara jetzt. „Das Ziel ist es, zwischen Hund und Hundeführerin eine äußerst positive Beziehung zu erarbeiten“, erklärt Annika Rödder. Der Hund bleibt immer gelassen.

Streicheln ist wie eine Umarmung

Die Einsatzmöglichkeiten für Therapie-Hunde sind enorm vielfältig. Nahezu alle Einrichtungen können davon profitieren. Ob mit Kindern, Menschen mit Behinderungen, Senior*innen, in Schulen und Einrichtungen, genau da können ausgebildete Hunde sehr viel bewirken. „Man weiß heute, dass sich der Blutdruck senkt, wenn Menschen einen Hund streicheln. Einen Hund zu streicheln ist wie eine Umarmung“, beschreibt sie.

Ein Foto zeigt Cara auf einem großen Sitzball, ein anderes neben einem bettlägerigen Patienten. „Wir wissen jetzt beide, wie das richtig gemacht wird“, freut sich Rödder. Ohnehin hat ihr die Ausbildung auch persönlich viel gegeben. Von Anatomie über Psychologie bis hin zu Krankheiten oder dem Anlegen eines Pfotenverbandes kann sie erzählen. Zwischendurch müssen immer mal wieder  Prüfungen absolviert werden, am Ende eine Prüfung der Theorie, und natürlich eine praktische Prüfung mit dem Hund. Seit Juni 2022 sind Annika Rödder und Cara ein ausgebildetes Therapiehunde-Team.

Ein Hund mit einem Instagram-Account

Das mag sie nicht mehr missen. „Cara“, die sogar einen eigenen Instagram-Account hat, „ist ein sehr guter Co-Therapeut“, sagt sie. „Die Ausbildung war auch in der Beziehung zwischen mir und ihr ein sehr großer Schritt“, resümiert Annika Rödder. „Und es hat einen Riesenspaß gemacht“, fügt sie hinzu.

Bei ihren Klient*innen, den Kolleg*innen, oder bei den Kindern der Nordstark-Gruppe im Haus: Cara hat sich schnell in die Herzen gebellt. „Die freuen sich einfach, wenn sie mit ihr Tricks machen können“. Die Hündin gibt nicht nur die Pfote auf Kommando, auch ein High-Five geht lässig. Und dann die blitzschnelle Rolle, die Hündin hat sichtlich Spaß. Dann kriecht sie gemächlich unter den Stuhl, und hat gern etwas Ruhe.

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