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Das Soziale Zentrum ist ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in Dortmund. Ein Plus an Lebensqualität für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren war und ist die Zielsetzung der Beschäftigten des Sozialen Zentrums Dortmund e.V.

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Das „Unternehmen“ Dortmunder Tafel

Das „Unternehmen“ Dortmunder Tafel

Gegen Mittag ist das Lager an der Osterlandwehrstraße schon wieder leer. Im Nebenraum werden die Kundinnen mit den Lebensmitteln versorgt. Dort herrscht reges Treiben. Im Hof rangiert einer der Lastwagen. Regina Grabe und Dr. Wilhelm Grote stellen einer kleinen Gruppe von Interessierten die Dortmunder Tafel vor. Die beiden ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder vertreten den erkrankten Vorsitzenden Dr. Horst Röhr.

Die Zahlen, die die beiden im Gespräch präsentieren, sind auf besondere Weise eindrucksvoll: Jede Woche werden bis zu 100.000 Kilogramm Lebensmittel an etwa 14.000 Dortmunderinnen “verkauft”. Jeder Besuch dort kostet einen Euro. Aktuell sind es etwa 270 Ehrenamtliche, die dort wirken. “Wir waren schon mal 400 Ehrenamtliche”, sagt Regina Grabe. Die Pandemie hat der Tafel geschadet. Hinzu kommen 86 sogenannte AGH-Kräfte (Zuverdiener), neun Menschen, die ihren Bundesfreiwilligendienst ableisten, drei hauptamtliche Kräfte, sechs Fachleiter. Viele der freiwilligen Helferinnen sind Rentner. Viele von ihnen sind Frauen.

Versorgung der Nachbarstädte

Abgeholt werden die Lebensmittel bei den Filialen der Supermarktketten in Dortmund. Daneben spendet auch die Lebensmittelindustrie. “Die melden sich, wenn es etwa Fehlchargen gibt, die nicht in den Verkauf gelangen sollen”, erklärt. Dr. Grote. Und nebenbei werden auch die umliegenden Tafel-Organisationen versorgt. Dann geht es mal nach Schwerte, Unna, oder Witten. “Unser Fuhrparkleiter fährt auch mal spontan los, um noch etwas abzuholen”, berichtet Regine Grabe begeistert.

“Die Dortmunder Tafel ist ein mittelständisches Unternehmen”, weiß Dr. Wilhelm Grote. Neben der Zentrale an der Osterlandwehrstraße gibt es sieben weitere Ausgabestellen. Und es gibt Pläne. Direkt neben dem Gelände wird eine Remise erstellt werden. Auch hier wird, wie auf allen anderen geeigneten Gebäuden eine Photovoltaik-Anlage installiert. Für den wunderschönen Garten, der ausschließlich mit gespendeten Pflanzen bestückt ist, sucht der Verein gerade einen Wassertank. “20.000 Liter sollten schon hineinpassen”, so Grote, um künftig nicht mit Trinkwasser gießen zu müssen.

Das Panoramaprogramm der Tafel

Ausbauen möchte die Dortmunder Tafel das Panoramaprogramm für die Kinder. Schon heute gibt es Hausaufgabenhilfe, Bastelprojekte, Ausflüge. Gesucht werden auch dafür engagierte Helferinnen. Man sucht engagiert auch nach weiteren Helferinnen für alle Bereiche. “Dass wir aktuell eine Warteliste haben, ist nicht so gut”, sagt Regina Grabe.

Die Dortmunder Tafel gibt es seit dem Jahr 2004. Und das Ziel, sich „überflüssig“ zu machen, nicht in Sicht. “Die Verarmung wird nächstes Jahr nicht weg sein, das “Geschäft” wird weiter zunehmen”, vermutet Dr. Wilhelm Grote. Er ist dennoch zuversichtlich. “Wir erfahren sehr viel Unterstützung aus der Bürgerschaft, die Gesellschaft trägt uns.” Regine Grabe nickt. “Wir sehen den Dank für unsere Arbeit in den Augen unserer Kundinnen”.

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